Konzept von Shared Space

Shared Space (‚gemeinsam genutzter Raum‘) ist ein Konzept indem der öffentliche Raum als Lebensraum angesehen wird und jeder gleichberechtigt ist.

Es wurde von Dipl. Ing. Hans Mondermann aus Holland entwickelt. Er fand heraus, dass das Entfernen jeglicher Barrieren sowie Verkehrsschilder, Ampeln und Bodenmarkierungen die Strasse sicherer macht. Dies reduziert das Tempo und gibt den Fußgängern die Möglichkeit an jeder Stelle die Seite zu wechseln, da sie nicht mehr auf Schutzwege angewiesen sind. Dadurch entsteht mehr Leben im öffentlichen Raum, eine durchgehende fließende Bewegung, kein ‚Stop and Go‘ mehr und weniger Ärger der Verkehrsteilnehmer.

Verkehrsteilnehmer werden nicht voneinander getrennt, sondern teilen sich den Strassenraum im Sinne eines verantwortungsbewußten Miteinanders.

Grundsätzlich geht der Gedanke des Shared Space davon aus, den öffentlichen Raum aufzuwerten und das Leben auf die Strasse zurückzuholen sowie dem öffentlichen Raum wieder mehr an Bedeutung zu geben. Statt der Dominaz des motorisierten Verkehrs soll der Verkehr im Gleichgeweicht mit der Kultur, dem sozialen Leben und der Geschichte des Ortes stehen. Die Kanalwirkung der Strassen soll aufgehoben werden.

Da Shared Space auf Blickkontakt beruht und ruhender Verkehr diesen stark beeinträchtigt, sind Shared Space Zonen vom ruhenden Verkehr befreit. Die Orte erlangen wieder mehr Persönlichkeit und die Sicherheit wird verbessert.

Psychologisch betrachtet baut dieses Prinzip darauf, dass räumliche Suggestionen den Menschen mehr ansprechen als Verbote.

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